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Small Satellite Conference 2019
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During the Small Satellites conference, the discussion will be around the technical issues, development considerations, and new opportunities that result from an ever-growing trend toward missions using tens, hundreds, or even thousands of small satellites.

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Aufrüsten auf 4G: Sprint macht Tempo

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26 . 3 . 2012
Aufrüsten auf 4G: Sprint macht Tempo
Sprint, einer der grössten Mobilfunkanbieter der USA, will mit «Project Leapfrog» in den kommenden vier Jahren 40 000 Mobilfunkstandorte auf die neue und schnellere Technologie 4G aufrüsten. Rund ein Drittel der Standorte wird von Ericsson ausgestattet – mit Kabelassemblies von HUBER+SUHNER. Eigens für diese Produktion wurde in kürzester Zeit ein neuer Standort in Mexiko aufgebaut.

Die Zunahme des Datenverkehrs in Mobilfunknetzwerken explodiert seit der Markteinführung von Smartphones förmlich. Die immer höheren Datenmengen, die übertragen werden müssen, erfordern neue Technologien und ein Aufrüsten der Infrastruktur. Fiber to the Antenna (FTTA) gewinnt daher immer mehr an Bedeutung. Dabei werden Fiberoptikkabel, die viel grössere Datenmengen als die bisherigen Hochfrequenzkabel verarbeiten können, von der Basisstation bis zur Antenne geführt..

Kundenspezifisches Plug-and-Play
HUBER+SUHNER bietet entsprechende Verbindungslösungen für FTTA an. Um den Kundenanforderungen gerecht zu werden, lieferte das erfahrene Team ein Plug-and-Play Hybrid-Kabelsystem zur Speisung von so genannten Remote Radio Heads oben an der Antenne. Fiberoptikkabel zur Übertragung von grossen Datenmengen und Kupferkabel für die Strom-versorgung werden dabei parallel von der Basisstation bis zur Antenne hoch geführt. Da Sprint als Mobilfunkanbieter für jedes Kabel am Mast monatlich Miete bezahlt, war eine Lösung gefragt, um die Fiberoptikleitung und Stromversorgung gemeinsam in einem Strang unterzubringen. Dies ist HUBER+SUHNER mit einer Kombination des Fiberoptikkabelsystems Masterline Extreme und bestehenden Masterline Extreme Power Produkten gelungen: Über ein einziges Hauptkabel können nun fünf Remote Radio Heads gespeist werden. Das Produkt besticht im Vergleich zu herkömmlichen Hybridkabeln durch einfache Plug-and-Play-Installation.

Die meisten Kabelassemblies sind zwischen 40 und 80 Metern lang, können aber bis 150 Meter lang sein, um die Basisstation mit den Remote Radio Heads zu verbinden. Dementsprechend hoch ist ihr Gewicht. Da ein weiter Transport daher aus Kostengründen nicht in Frage kam und Ericsson auf einen lokalen Zulieferer bestand, war von Beginn an klar, dass die Kabel in Nordamerika hergestellt werden müssen. Der bestehende Standort von HUBER+SUHNER in Vermont hatte aber nicht die Kapazität für diesen Grossauftrag – insbesondere auch, da der amerikanische Mobilfunkmarkt extrem dynamisch ist und Lieferanten sehr flexibel sein müssen, um Änderungen innert kürzester Zeit auszuführen. Es waren neue Lösungen gefragt.

Mexiko produziert für USA
Ende 2010 entstand daher die Idee, einen Produktionsstandort in Mexiko aufzubauen, erste Besuche im Land fanden im Januar 2011 statt. Danach ging alles sehr schnell. Ab Juni 2011 wurde ein gut 1500 m² grosses Fabrikgebäude in Empalme im Nordwesten Mexikos gemietet. Neben der Nähe zur US-Grenze war auch die Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte entscheidend. Ab Juli wurden das leere Gebäude ausgestattet, die Anlagen für die Produktion aufgebaut und das Personal geschult. Die Eröffnung der Produktionsstätte in Mexiko wurde Anfang September 2011 mit rund 60 Angestellten gefeiert.

Bereits in der folgenden Woche wurden die ersten Kabelassemblies an Ericsson geliefert. Nur zwei Monate später musste eine zweite Produktionslinie installiert und die Kapazität auf 250 Assemblies pro Woche erhöht werden. Zusätzlich wurde eine LISCA-Assembly-Linie aufgebaut. Anfang 2012 gingen wöchentlich noch grössere Lieferungen an Ericsson, die Anzahl der Mitarbeitenden war bereits auf rund 130 verdoppelt worden, Tendenz weiter steigend. Dieses Tempo war erforderlich, da Ericsson bereits 2012 die ersten 5000 Mobilfunkstandorte für Sprint aufrüsten will, angefangen in Texas, Georgia, Florida und Kansas.

Zu weiterem Wachstum bereit
Mit dem schnellen Aufbau des Produktionsstandortes in Mexiko hat HUBER+SUHNER Flexibilität bewiesen und eindrücklich gezeigt, dass kundenspezifisch entwickelte Produkte eine Spezialität des Unternehmens sind. Der Auftrag für das Leapfrog-Projekt von Sprint könnte in Zukunft zu weiteren Aufträgen aus dem nordamerikanischen Mobilfunkmarkt führen, denn die meisten Anbieter werden sich der Aufrüstung auf 4G mit Fiber to the Antenna nicht entziehen können. Potenzial im Markt ist
 also vorhanden – ebenso Kapazität und Flexibilität seitens HUBER+SUHNER dank der neuen Produktion in Mexiko.