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Small Satellite Conference 2019
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During the Small Satellites conference, the discussion will be around the technical issues, development considerations, and new opportunities that result from an ever-growing trend toward missions using tens, hundreds, or even thousands of small satellites.

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Ausgezeichneter 4. Platz für Roman Zenger an den Schweizer Berufsmeisterschaften

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22 . 10 . 2014
Ausgezeichneter 4. Platz für Roman Zenger an den Schweizer Berufsmeisterschaften
Roman Zenger, Polymechaniker im 4. Lehrjahr, erreicht an den Schweizer Berufsmeisterschaften (SwissSkills) vom 18. bis 21. September 2014 in der Disziplin Polymechaniker/in CNC Fräsen den ausgezeichneten vierten Platz.

Nachdem Roman Zenger an der nationalen Vorausscheidung den achten Rang belegte, überholte er an den Meisterschaften vier seiner Mitstreiter und -streiterinnen. Dies ist eine Topleistung an einem sehr hochstehenden Wettkampf. «Ich bin sehr zufrieden mit dem vierten Rang. Nachdem ich als Achter gestartet bin, hätte ich nicht damit gerechnet, noch so weit nach vorne zu kommen», sagt Roman Zenger.

Auch Werner Gerber, Lehrmeister Polymechaniker und Betreuer von Roman Zenger, ist sehr  zufrieden: «Die Kandidaten und Kandidatinnen zeigten über diese vier Tage eine Top-Leistung auf allerhöchstem Niveau und ich bin stolz, dass Roman als einer der jüngsten mit den besten Polymechanikern der Schweiz in der mechanischen Königdisziplin des CNC-Fräsens mithalten und diesen sensationellen vierten Rang erreichen konnte.»

Pro Tag ein Werkstück fräsen
An den Berufsmeisterschaften mussten die Kandidaten an jedem der vier Tage ein Werkstück nach Vorgabe fertigen. Sie bekamen eine technische Zeichnung und das Rohmaterial aus Aluminium. Anhand der Zeichnung legten sie die Bearbeitungswerkzeuge und Frässtrategie fest. Anschliessend programmierten sie am Computer die Bearbeitungsprozesse und erstellten das CNC-Programm. Nach dem Einrichten der Fräsmaschine fertigten sie das Werkstück. Bei der Qualitätsprüfung korrigierten sie das CNC-Programm und optimierten den Fertigungsprozess.

Nach Ablauf der Vorgabezeit wurde das gefertigte Werkstück mit einem Messroboter ausgemessen und bewertet. In die Bewertung einflossen die Genauigkeit des Werkstücks sowie die Programmierung. Zusätzlich wurden die Kandidaten mit weiteren Aufgabestellungen über ihre Fachkenntnisse getestet.

«Es war eine sehr intensive Zeit. Die Einsätze von bis zu 13 Stunden am Tag zehrten an der Energie. Trotzdem war die Stimmung gut, auch unter den Wettkämpfer und Wettkämpferinnen, und wir lachten viel. So konnten wir uns gegenseitig wieder aufbauen und nach dem Wettkampf blieb meist etwas Zeit, um gemütlich zusammen zu sitzen. Am Sonntag waren aber alle ziemlich am Ende», beschreibt Roman Zenger die Wettkampfstage.

Vier Tage volle Konzentration
Die Wettkämpfe fanden in grossen Hallen oder Zelten statt. Besucher und Besucherinnen, Fans sowie Betreuer und Betreuerinnen konnten das Geschehen hautnah miterleben. Die vielen Zuschauer und Zuschauerinnen und der Lärm war aber auch ein Stressfaktor für die Kandidaten und Kandidatinnen. «Die grösste Herausforderung war die Konzentration. Die Arbeit verzeiht keine Fehler. Diese Konzentration musste über die gesamten vier Tage behalten werden. Dies unter Zeitdruck und in der ungewohnten Umgebung mit vielen Leuten und Lärm», sagt Roman Zenger.

Auch Werner Gerber war während der vier Wettkampfstage vor Ort: «Die Wettkampftage waren für mich sehr spannend und ich hatte den Eindruck, dass ich zeitweise nervöser war als Roman. Die SwissSkills als Veranstaltung beeindruckten mich sehr. Ich habe in meiner bald 30-jährigen Tätigkeit als Lehrmeister und Ausbildner noch nie etwas Vergleichbares in dieser Dimension erlebt. Die über 1000 hoch motivierten jungen Menschen an ihren anspruchsvollen Projekten arbeiten zu sehen, hat mich sehr begeistert und auch motiviert mich weiterhin für die Ausbildung von zukünftigen Fachleuten in der dualen Berufsbildung einzusetzen.»

Dritter Rang nur knapp verpasst
Trotz der ungewohnten Umgebung und des Zeitdrucks erreichte Roman Zenger ein hervorragendes Resultat. Schlussendlich trennten ihn nur 1.9 Prozente vom dritten Rang. Auf den ersten beiden Rängen lagen denn auch Wettkämpfer mit wesentlich mehr Berufserfahrung im Fräsen als Roman Zenger.

«Um einen der Spitzenplätze zu erreichen, fehlte Roman hauptsächlich die Erfahrung. Die Ausbildung der Polymechaniker-Lernenden bei HUBER+SUHNER ist sehr vielseitig und auch breit ausgelegt und dadurch ohne grosse Fertigungstiefe auf einem Spezialgebiet wie das CNC-Fräsen. Somit hat Roman nach drei Ausbildungsjahren die Grundlagen der CNC-Fertigung erlernt, aber nur wenig Fertigungserfahrung erlangen können. Nachdem er die Vorqualifikation ohne spezielles Training «aus dem Stand» unter die besten Acht geschafft hatte, intensivierten wir die Vorbereitungen im Hinblick auf die Berufsmeisterschaften. Uns war bewusst, dass er an den SwissSkills auf Konkurrenten mit einer um bis zu drei Jahren grösseren Berufserfahrung treffen würde», erklärt Werner Gerber.

Mit der Arbeit zufrieden
Um sich auf die Schweizer Berufsmeisterschaften vorzubereiten, trainierte Roman Zenger rund einen Monat. Ein Vorteil war, dass die Polymechaniker-Lernenden in Pfäffikon schon in der Grundausbildung die MASTERCAM-Programmierung erlernen, das gleiche Programmiersystem, wie an den SwissSkills. Somit konnte Roman Zenger während rund drei Wochen intensiv mit diesem Software-Programm in der Lehrwerkstatt trainieren. Zudem hatte er die Möglichkeit für zwei Tage ausserhalb von HUBER+SUHNER ein Maschinentraining auf einer identischen Maschine wie an den SwissSkills zu absolvieren. Bei dieser Gelegenheit lernte er auch die neusten Zerspanungswerkzeuge, die es auf dem Markt gibt, kennen und anwenden. Auch ein Vertiefungskurs im MASTERCAM X7 bei der Firma x-Data gehörte zu den speziellen Vorbereitungen.

Die intensiven und guten Vorbereitungen konnte jedoch leider die fehlende Erfahrung im Fräsen nicht ganz wettmachen. Trotz des knapp verpassten Medaillenrangs ist Roman Zenger aber zufrieden: «Im Grossen und Ganzen ist es super gelaufen. Natürlich gab es kleinere Fehler, ein gebrochener Fräser oder ein Chaos mit der Werkzeugliste. Dies kommt aber vor, wenn man unter Stress arbeitet. Ich war zeitlich immer gut im Rennen und machte keine grösseren Fehler. Anderen spannte es das Werkstück aus oder sie frästen in den Schraubstock. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Arbeit.»

Wir gratulieren Roman Zenger herzlich zu dieser super Leistung und dem ausgezeichneten vierten Rang.