Kontakt
Small Satellite Conference 2019
Small Satellite Conference 2019

During the Small Satellites conference, the discussion will be around the technical issues, development considerations, and new opportunities that result from an ever-growing trend toward missions using tens, hundreds, or even thousands of small satellites.

3.8.2019 - 8.8.2019
Deutsch
Wir verwenden Cookies, um die Website und unsere Dienste zu verbessern. Sie akzeptieren die Verwendung von Cookies, wenn Sie weiter auf dieser Seite navigieren oder dieses Banner schliessen. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Kabelsysteme für Hochgeschwindigkeitszug

Deutsch
20 . 10 . 2015
Kabelsysteme für Hochgeschwindigkeitszug
Wie Wagenübergänge von HUBER+SUHNER die Wagons des neuen ETR 1000 von Trenitalia verbinden.

Die italienische Bahngesellschaft Trenitalia hat den neuen Hochgeschwindigkeitszug ETR 1000 eingeführt. Trenitalia plant, dass der Zug innerhalb der folgenden zwölf Monate eine Betriebsgeschwindigkeit bis 350km/h erreichen wird. Der neue Hochgeschwindigkeitszug ETR 1000 wird in Zusammenarbeit von AnsaldoBreda und Bombardier Transportation gebaut. HUBER+SUHNER hat dafür eine komplett neuartige Wagenübergangslösung für Leistungskabel entwickelt.

Mit bis zu 350 km/h ist der ETR 1000 der schnellste in Serie gebaute Zug der Welt. Die italienische Bahngesellschaft Trenitalia hat als Erstkunde 50 Stück bestellt und im Juni 2015 wurde der erste Zug in Betrieb gesetzt. Der Hochgeschwindigkeitszug bietet Platz für 600 Passagiere und soll die Fahrzeit zwischen Rom und Mailand von knapp drei auf zwei Stunden und 15 Minuten reduzieren. Gebaut wird der neue Zug von AnsaldoBreda im Werk in Pistoia, in Zusammenarbeit mit Bombardier als Konsortialpartner. Basis des Zuges ist die AnsaldoBreda Bombardier V300 Zefiro-Plattform.

Neue Lösung musste her
Der Bau des neuen Zuges stellte die Hersteller vor grosse Herausforderungen. So sind die Platzverhältnisse für die Wagenübergangskabel im Faltenbalg extrem eng, die Bewegungsfreiheit der Kabel stark eingeschränkt und die Umgebungstemperatur mit bis zu 70°C sehr hoch. Schnell stellte sich heraus, dass konventionelle Wagenübergangssysteme, bei denen die Kabel in U-Form nach unten hängen, hier nicht eingesetzt werden können. Eine andere, völlig neue Lösung musste her.
 
Überzeugende Machbarkeitsstudie

Im März 2012 wurde HUBER+SUHNER von AnsaldoBreda mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt. Um die Kundenanforderungen zu erfüllen, entwickelte HUBER+SUHNER ein komplett neues Wagenübergangskonzept. Das ganze Wagenübergangsystem wurde dazu um 90° Grad gedreht damit die Kabel nicht mehr in U-Form nach unten hängen und sich die Bauchform nach links und rechts ergibt. Um dem Problem der Schwerkraft zu entgegnen, sind die einzelnen Kabel in drei Lagen übereinander an Ketten aufgehängt. So ist die nötige Bewegungsfreiheit gegeben, ohne dass sich die Kabel berühren.
 
Das Konzept von HUBER+SUHNER überzeugte den Kunden, sodass Ende Dezember 2012 eine Bestellung erfolgte. Rechnet man mit 8 Wagen pro Zug, so müssen insgesamt 108 Leistungskabel in den sieben Übergangssystemen aufgehängt werden. Der erste Zug, benannt nach Pietro Mennea, wurde im März 2013 ausgeliefert und intensiv getestet. Unterdessen sind weitere Züge gebaut und können bald von Trenitalia in Betrieb genommen werden.