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Mit Galileo in den Orbit

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7 . 3 . 2013
Mit Galileo in den Orbit
Galileo ist das europäische Pendant zum amerikanischen GPS. Für das neue Navigationssystem sollen bis 2020 30 Satelliten im All kreisen – mit Produkten von HUBER+SUHNER.

Das zivile europäische Satellitennavigationssystem Galileo für unabhängige Navigations- und Ortungsdienste wird derzeit durch die Europäische Union und die European Space Agency (ESA) aufgebaut. Mit 30 Satelliten und entsprechender Bodeninfrastruktur sollen ab 2020 fünf verschiedene Dienste zur Verfügung stehen. Die ersten drei Dienste werden aber bereits mit 18 Satelliten 2014 in Betrieb gehen. Dies sind der offene Dienst, mit dem Autos metergenau navigieren oder Grundstücke vermessen werden können und der öffentlich-staatliche Dienst, der im Zweifelsfall auch militärische Aufgaben sichert. Zudem der Such- und Rettungsdienst, der Notsender von Bahnen, Schiffen oder Flugzeugen ortet und einen Hilferuf mit exakter Standortangabe direkt an einen Satelliten funkt, der ihn innert Sekunden an den zuständigen Rettungsdienst weiterleitet. Der kommerzielle und der sichere Dienst mit weiteren Funktionen folgen später.
 
Navigation in Gebäuden

Galileo ist mit den beiden bereits bestehenden Satellitennavigationssystemen, dem amerikanischen GPS und dem russischen Glonass, kompatibel. Galileo und GPS strahlen ihre Signale in zwei unabhängigen, aber gemeinsamen Frequenzbereichen aus, sodass Navigationsgeräte die Daten beider Systeme gleichzeitig nutzen können. Dies ermöglicht eine sehr exakte Navigation. Die Abweichung beträgt nur gerade einen Meter, statt wie bisher 10 bis 20, auch in der Vertikalen. Erstmals kann so auch innerhalb von Gebäuden navigiert werden, denn anhand der exakten Höhenangabe kann das Empfangsgerät das Stockwerk errechnen. Dies ist aber nur bei sehr stabilem Empfang der Satellitensignale möglich. Werden sie beispielsweise durch die Gebäude selber zu stark gedämpft, leidet die Genauigkeit der Navigation.
 
MMBX fürs Weltall
Die beiden ersten Satelliten von Galileo kreisen seit Oktober 2011 im Orbit, im Oktober 2012 kamen zwei weitere dazu. Mit diesen vier Satelliten wird die Funktionsfähigkeit der Infrastruktur im Weltraum und am Boden geprüft. Im Laufe von 2013 und 2014 werden dann 14 weitere Satelliten im All ausgesetzt. Bei diesen verbinden Hochfrequenzassemblies von HUBER+SUHNER die Navigationsantenne mit dem Satelliten. Da während der Entwicklung von Galileo die Hochfrequenzleistung erhöht wurde, mussten auch verschiedene Komponenten diesen neuen Anforderungen angepasst werden. HUBER+SUHNER liefert Kabelassemblies mit Verbindern des Typs MMBX, die die geforderte höhere Leistung übertragen können. Dies dank einer Spezialkonstruktion mit exzellenten Eigenschaften, bei der überlappende Isolatoren im Verbinder und am Übergang zum Kabel den Innen- und Aussenleiter besser voneinander abschirmen. Dies verhindert, dass durch Resonanz lawinenartig ungewünschte Elektronen erzeugt werden, die die Übertragung stören würden (Multipaction-Effekt).

Rund 4500 Komponenten für 18 Satelliten hat HUBER+SUHNER bereits an seinen Direktkunden geliefert. Damit die Einzelteile den strengen Weltraumanforderungen der ESA genügen, werden sie im speziellen Reinraum von HUBER+SUHNER in Herisau zusammengebaut.
 
Es hat gefunkt …

Zwischen der ESA und HUBER+SUHNER hat es bereits 2007 gefunkt, als HUBER+SUHNER eine Ausschreibung der ESA zur Entwicklung eines neuen Verbinders gewann. Das Resultat war der PSM-Verbinder (Power Sub-Miniature): Ein Verbinder, so klein und leicht wie der SMA, der jedoch den Leistungsanforderungen des viel grösseren und schwereren TNC-Verbinders genügt und der heute weltweit in verschiedensten Raumfahrtapplikationen eingesetzt wird. Mittlerweile hat HUBER+SUHNER nicht nur die ESA, sondern auch den Direktkunden von seinem Know-how überzeugt und wird regelmässig als kompetenter Problemlöser beigezogen. Gute Voraussetzungen also für eine weitere gemeinsame Navigation.