Kontakt
Small Satellite Conference 2019
Small Satellite Conference 2019

During the Small Satellites conference, the discussion will be around the technical issues, development considerations, and new opportunities that result from an ever-growing trend toward missions using tens, hundreds, or even thousands of small satellites.

3.8.2019 - 8.8.2019
Deutsch
Wir verwenden Cookies, um die Website und unsere Dienste zu verbessern. Sie akzeptieren die Verwendung von Cookies, wenn Sie weiter auf dieser Seite navigieren oder dieses Banner schliessen. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Solarmarkt: HUBER+SUHNER bleibt sich treu

Deutsch
7 . 3 . 2013
Solarmarkt: HUBER+SUHNER bleibt sich treu
Der Solarmarkt wächst, die Preise fallen. HUBER+SUHNER reagiert auf diese Entwicklung und positioniert sich neu. Dennoch bleibt sich das Unternehmen treu. Connectivity sprach mit Max Göldi, Market Unit Manager Industrie, über die derzeitige Marktentwicklung, deren Auswirkung auf das Angebot und was Kunden zukünftig von HUBER+SUHNER erwarten können.

Connectivity: Max Göldi, um die neuesten Entwicklungen in der Solarbranche besser zu verstehen, werfen wir zuerst einen Blick auf den Markt. Gemäss Studie von der European Photovoltaic Association wurden 2010 weltweit 16,8 GW neu installiert, 2011 waren es 29,7 GW. Der Markt wuchs extrem. Wie sehen Sie ihn heute?
Max Göldi: Von 2010 auf 2011 ist der Markt extrem gewachsen, dann kam die Krise. Zwar wächst der Markt immer noch, aber viel langsamer als in den Boomjahren. Zudem verlagert sich das Solargeschäft, Europa ist nicht mehr führend. China, USA und Japan sind auf dem Vormarsch.
 
Verlagert sich damit auch Ihr Geschäft?
Ja und nein. Ein Grossteil der Modulhersteller sitzt in China, für uns natürlich ein wichtiger Markt. Deshalb haben wir unsere Solardosenproduktion auch dort angesiedelt. Aber es gibt immer noch weltweit grosse und kleine spezialisierte Panelhersteller, die zu unserem Kundenstamm zählen. Zudem kaufen lokale Installateure unsere Kabel und Steckverbinder. Unser weltweites Produktions und Vertriebsnetzwerk ist also weiterhin wichtig.
 
Gemäss Studie wächst der Markt bis 2020 auf bis zu 250 GW Neuinstallationen pro Jahr. Was bedeutet das für HUBER+SUHNER?
Das Volumen ist nicht das Problem. Zwei andere Aspekte beeinflussen unser Geschäft: nationale Subventionen und der enorme Kostendruck in einem extremen Massenmarkt. Überall auf der Welt subventionieren Regierungen den Aufbau regenerativer Energien, darunter auch Solarenergie. Sie unterstützen sowohl Hersteller als auch Abnehmer mit attraktiven Feed-In-Tarifen. Durch seine Abhängigkeit von Subventionen ist der Markt sehr instabil. Da regenerative Energien immer wichtiger werden, wird er aber weiter wachsen – hoffentlich eines Tages ohne Subventionen. Was uns hier Sorge bereitet, ist die sinkende Qualität der Produkte. Der Markt ist durch die enorme Überkapazität einem hohen Kostendruck ausgesetzt. Zuviel Kostendruck führt wiederum zu Ignoranz der Produktqualität.
 
Wie reagieren Sie auf diese Entwicklungen im Solarmarkt? Wechselt HUBER+SUHNER die Angebotspolitik?
Durch die Preiserosion können wir in diesem Massenmarkt höchstens noch Deckungsbeiträge erzielen. Deshalb konzentrieren wir uns auf Anwendungen und Kunden, die nach hoher Qualität und innovativen Lösungen fragen. Wir bleiben unseren Vorsätzen treu: HUBER+SUHNER liefert qualitativ hochwertige Produkte zu attraktiven Preisen.

Für welche Kunden ist HUBER+SUHNER denn der richtige Partner?
Wir fokussieren uns auf Kunden, die auf Qualität setzen, um die Leistungsparameter auch langfristig zu gewährleisten. Dies sind oft regional orientierte Panelhersteller und Installateure, die sich am Markt durch Qualität differenzieren und da ihre Nische gefunden haben.
 
Sie sprechen von innovativen Produkten. Was bedeutet für Sie «innovativ»?
Innovativ bedeutet für uns, neue Anschlusskonzepte zu bieten, die Panelhersteller einfacher und günstiger am Modul montieren und besser in ihren Produktionsprozess integrieren können. Unsere neue RADOX-Solarbox HS3 beispielsweise ist für schnelle und sichere Montage mit geringem Materialeinsatz optimiert. Zudem arbeiten wir an neuen, intelligenten Anschlussdosen, um für die Anforderungen der nahen Zukunft bereit zu sein.

Intelligente Anschlussdosen sind teuer. Steht das nicht im Gegensatz zu den sinkenden Preisen? Und: Braucht der Markt die Smartelektronik denn wirklich?
Mit intelligenter Anschlusstechnik werden Erträge optimiert und Kosten für Reparatur und Wartung gesenkt. Die Elektronik sagt Ihnen zum Beispiel, wann Sie Ihr Modul reinigen oder warten müssen. Zudem sorgen sich Politik und Versicherungen wegen der sinkenden Produktqualität im Solarmarkt zunehmend um die Sicherheit. Wir erwarten in den kommenden zwei bis drei Jahren vermehrt Sicherheitsvorschriften, die den Einsatz von Smartelektronik notwendig machen. Intelligente Anschlussdosen können zum Beispiel im Brandfall, beziehungsweise bevor es dazu kommt, das Modul abschalten. Also ja, der Markt braucht die intelligente Anschlusstechnik.
 
Konzentriert sich HUBER+SUHNER künftig nur noch auf Anschlussdosen?
Die Anschlussdosen sind eines unserer Kerngeschäfte. Wir liefern aber seit über 30 Jahren Kabel und Systeme in den Solarmarkt. Das wird auch so bleiben. Wir entwickeln bereits die nächste Generation Kabel für Systemspannungen von 1000/1500 Volt, gegenüber den heutigen 600/1000 Volt. Die neusten Anschlussdosen sind bereits für die höheren Spannungen ausgelegt. Wir bleiben also innovativ in unserer gesamten Produktpalette.

Möchten Sie Ihren Kunden noch etwas mit auf den Weg geben?
Kaufen Sie gute Qualität. Es wird sich langfristig auszahlen.