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Small Satellite Conference 2019
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During the Small Satellites conference, the discussion will be around the technical issues, development considerations, and new opportunities that result from an ever-growing trend toward missions using tens, hundreds, or even thousands of small satellites.

3.8.2019 - 8.8.2019
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Wasserkraft: Sprudelnde Quelle für Brasiliens Wirtschaft

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8 . 3 . 2012
Wasserkraft: Sprudelnde Quelle für Brasiliens Wirtschaft
Brasilien zählt seit einigen Jahren zu den aufstrebenden Wirtschaftsmächten. Das Land investiert massiv in Energie und Infrastruktur, die Zugpferde seiner Wirtschaft. Dazu gehören die zahlreichen Wasserkraftwerke, die entlang des Amazonasbeckens entstanden oder noch in Planung sind. Eines davon, das im Bau befindliche Wasserkraftwerk UHE Santo Antônio, wird im Bereich der Energieüberwachung mit Fiberoptik von HUBER+SUHNER ausgestattet.

Ende der 90er Jahre wirtschaftlich noch wenig entwickelt, gilt Brasilien heute als attraktiver Zukunftsmarkt. Unter dem ehemaligen Präsidenten Lula da Silva ist die Mittelschicht gewachsen und Sozialprogramme haben den Ärmsten zusätzliche Einnahmen beschert. Möglich wurde dies durch die Erschliessung neuer Ölfelder und dem damit verbundenen starken Wirtschaftswachstum Brasiliens. Die Regierung hat die Bevölkerung unterstützt, wodurch viele heute in besseren Verhältnissen leben. Rund die Hälfte der Brasilianer zählt heute zur Mittelschicht. Die Regierung kurbelt aber auch mit einem milliardenschweren Infrastrukturprogramm die Ökonomie an. Ende der 90er Jahre wirtschaftlich noch wenig entwickelt, gilt Brasilien heute als attraktiver Zukunftsmarkt. Unter dem ehemaligen Präsidenten Lula da Silva ist die Mittelschicht gewachsen und Sozialprogramme haben den Ärmsten zusätzliche Einnahmen beschert. Möglich wurde dies durch die Erschliessung neuer Ölfelder und dem damit verbundenen starken Wirtschaftswachstum Brasiliens. Die Regierung hat die Bevölkerung unterstützt, wodurch viele heute in besseren Verhältnissen leben. Rund die Hälfte der Brasilianer zählt heute zur Mittelschicht. Die Regierung kurbelt aber auch mit einem milliardenschweren Infrastrukturprogramm die Ökonomie an.

Strom für 11 Millionen Menschen
Brasilien ist aber nicht nur für seine Rohstoffe und reichen Ölreserven bekannt, sondern auch als Produzent von Alternativenergie. Heute schon ist das Land nach China und Kanada der drittgrösste Hersteller von Strom aus Wasserkraft. 70 zusätzliche Wasserkraftwerke sind derzeit im Amazonasbecken geplant, bis 2030 sollen 2500 neue Turbinen im Einsatz sein. Das UHE Santo Antônio Wasserkraftwerk ist momentan im Bau und soll bis 2015 fertig werden. Es wird in Sachen Energieerzeugung das sechstgrösste in Brasilien sein.

Das Projekt wird im Nordwesten des Landes, rund zehn Kilometer von der Grossstadt Porto Velho entfernt, an einem Abschnitt des Flusses Madeira realisiert. In der Hochphase der Bauarbeiten im Jahr 2011 waren über 10 000 Arbeiter auf der Baustelle beschäftigt. Seit Anfang 2012 ist das Kraftwerk mit zwei der insgesamt 44 Turbinen in Betrieb, spätestens in drei Jahren soll die maximale Kapazität erreicht werden, eine Leistung von 3150,4 Megawatt. Bei voller Leistung wird das Kraftwerk mehr als 19,5 Millionen Megawattstunden Strom pro Jahr produzieren. Damit kann unter Berücksichtigung des Durchschnittsverbrauchs der Bedarf von 11 Millionen Menschen in Brasilien gedeckt werden, was der Bevölkerung von São Paulo entspricht.

Wasserrückhaltebecken überflüssig
Sechs Jahre lang wurden Vermessungen durchgeführt, um herauszufinden, wie das Wasserkraftpotenzial bestmöglich genutzt werden kann, ohne die Umwelt und die regionale Bevölkerung zu stark in Mitleidenschaft zu ziehen. Das Wasserkraftwerk Santo Antônio gilt daher als Referenz für den Bau von nachhaltigen Wasserkraftwerken und beinhaltet Technologie der neuesten Generation mit hoher Umweltverträglichkeit. Es wird mit Rohrturbinen ausgestattet, die es ermöglichen, die Fliessgeschwindigkeit des Flusses Madeira zur Energiegewinnung zu nutzen, ohne dass hohe Wasserrückhaltebecken zur Bewegung der Turbinen erforderlich sind. Das Schwemmgebiet wird dadurch erheblich reduziert und die Auswirkungen auf Regenwald und Flussufer vermindert.

Energieüberwachung mit HUBER+SUHNER
Auch in die Energieüberwachung wird bei diesem gigantischen Bauwerk stark investiert. HUBER+SUHNER lieferte das Fiberoptik-Masterlinesystem für die Verbindung sämtlicher untergeordneter Subsysteme, Schalter und Relais. Bis zum Abschluss des Projekts werden über 200 massgeschneiderte Fiberoptik-Kabelsysteme verbaut sein. Das Plug-and-Play-System kommt vor Ort ohne weitere Installationsarbeiten zum Einsatz. Gerade in einem Gebiet, das weiter von der Zivilisation entfernt liegt, war die einfache Handhabung und damit verbundene Reduktion der Installationskosten ein überzeugendes Argument.

Bleibt also zu hoffen, dass Wasserkraft in Brasilien nicht nur eine sprudelnde Quelle für die Wirtschaft, sondern auch für HUBER+SUHNER ist.