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Space Tech Expo Europe
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Europas Versammlungsort für Geschäfte, Technik und Innovation im Bereich Raumfahrt.
19.11.2019 - 21.11.2019
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RADOX-Kabel auf der Siegerstrasse

RADOX-Kabel auf der Siegerstrasse
Leise, umweltfreundlich und pfeilschnell sind sie unterwegs: Solar- und Elektrofahrzeuge, die sich in verschiedenen Rennen rund um den Globus messen. Gleich in zwei der jüngsten Wettbewerbe haben Modelle den Sieg errungen, in denen wegweisende Technologie von HUBER+SUHNER steckt. Die dünnen aber robusten RADOX-Kabel haben mit ihrem tiefen Gewicht entscheidend zu den Erfolgen beigetragen.

Der Name ist Programm, denn herausfordernder geht es kaum: Im Rahmen der „Bridgestone World Solar Challenge“ legen die Teilnehmer in ihren Rennfahrzeugen in einer Woche 3000 Kilometer durch die australische Wüste zurück – ausschliesslich mit Solarenergie. Bei jeder Durchführung seit 1987 war das Team der „Aurora Vehicle Association“ erfolgreich unterwegs. Auch bei der letzten Austragung 2011 sorgte das Modell „Aurora Evolution“ für gute Resultate, mit dem 7. Rang im Gesamtklassement und dem 2. Platz in der Produktionsklasse.

„Aurora Evolution“ gewinnt „World Solar Challenge“ 2013
In der „Bridgestone World Solar Challenge“ 2013 konnte „Aurora Evolution“ dieses Ergebnis nun sogar noch übertreffen: Das Solar-Rennfahrzeug holte den Sieg in der „GoPro Adventure Class“. Keiner der Konkurrenten innerhalb der Klasse legte die Strecke von Darwin im Norden Australiens bis nach Adelaide an der Südküste schneller zurück. Möglich war dieser Erfolg, weil die bescheidenen 140 Kilogramm Leergewicht von „Aurora Evolution“ restlos mit modernster Technologie ausgestattet sind. Dazu gehören RADOX-Kabel von HUBER+SUHNER. Angesichts der sehr eingeschränkt verfügbaren Energie für die Solar-Rennfahrzeuge in der australischen Wüste sind die extrem leichten, aber robusten und brandfesten Kabel einer der Schlüsselfaktoren zum Erfolg. Dank der einmaligen, dünnen RADOX-Isolation konnte Aurora Kabel mit einem grösseren Kupferquerschnitt verwenden und damit Kabelverluste verringern, ohne zusätzliches Gewicht hinzuzufügen. Dies ist entscheidend bei einem Fahrzeug, das nur 140 Kilogramm wiegt und 1380 Watt benötigt, um auf 100 km/h zu kommen. „Wir arbeiten nach der Regel 1 Kilogramm = 1 Watt. Jedes Kilo, das wir bei der Verkabelung sparen, oder jedes Watt, das wir dadurch nicht verlieren, mindert den Stromverbrauch und bedeutet, dass wir länger schneller fahren können“, erklärt Marketing Manager Martin Brook. „Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung vom Unternehmen HUBER+SUHNER, das uns seine Kabeltechnologie zur Verfügung stellt.“
 
AMZ Racing Team erfolgreich in „Formula Student“

Als Sponsor mit dabei ist HUBER+SUHNER auch bei der „Formula Student“, einem Wettbewerb, bei dem Studierende aus der ganzen Welt mit selbst konstruierten Elektro-Rennautos gegeneinander antreten. Traditionell zu den Topteams gehört der Akademische Motorsportverein Zürich (AMZ). Die vor wenigen Wochen beendete Saison war die erfolgreichste in der Vereinsgeschichte, wie Sven Rohner, Geschäftsführer von AMZ Racing, festhält. Man habe nicht nur zwei erste und zwei zweite Plätze errungen, sondern auch sämtliche Engineering-Design-Awards gewonnen. „Damit haben wir bewiesen, dass Platz 1 in der Weltrangliste am Ende der Saison gerechtfertigt ist“, so Rohner.

Im erfolgreichen AMZ-Rennwagen „julier“ stecken ebenfalls RADOX-Kabel von HUBER+SUHNER. Hintergrund ist derselbe wie bei „Aurora Evolution“, erklärt Heinz Oesch, Market Unit Manager Automotive bei HUBER+SUHNER: „Das von uns entwickelte Material ist sehr robust und erfüllt  trotz geringer Wandstärken die hohen Qualitätsanforderungen in verschiedenen Industrien.“ Gerade im Automobilbereich sei es ein entscheidender Vorteil, durch die dünnere Ausführung Platz und Gewicht zu sparen.
 
Robust dank Elektronenstrahlvernetzung

Ob unter der australischen Sonne oder auf den Rennstrecken der „Formula Student“: Die RADOX-Verkabelungen werden bei solchen Wettbewerben auf höchstem Niveau geprüft. Aber nicht nur da. RADOX-Kabel von HUBER+SUHNER werden bei Fahrzeugen vor allem in Elektromotoren und im Motorraum eingesetzt. „Mit anderen Worten: Überall dort, wo hohe Anforderungen an die Beständigkeit bezüglich Temperatur, Chemikalien, Elektrik und Mechanik gestellt werden“, so Heinz Oesch. Die hervorragenden Eigenschaften erzielt HUBER+SUHNER bei dem selbst entwickelten Mantelmaterial durch sogenannte Elektronenstrahlvernetzung. Dieses Verfahren verändert den Kunststoff und macht ihn bedeutend robuster. Kaum Zweifel also, dass RADOX auch künftig auf den Rennstrecken dieser Welt unterwegs sein wird – und nicht nur dort.
Weitere Informationen

3 Fragen an Martin Brook, Marketing Manager Aurora Vehicle Association:

 
Aurora war bereits im Jahr 2011 in der Bridgestone World Solar Challenge erfolgreich und konnte jetzt das Ergebnis von da sogar noch übertreffen. War es grundsätzlich dasselbe Fahrzeug mit derselben Technologie oder wurde in der Zwischenzeit eine bedeutende Verbesserung erzielt?


Der wichtigste Unterschied zwischen dieser und der vorherigen Kampagne ist die verbesserte Stromzuverlässigkeit zusammen mit den brandneuen Aurora/Symtech Maximum Power Point Trackern, die während mehr als 18 Monaten entwickelt wurden. Die Power Point Tracker sorgen für eine maximale Energieausbeute der Solarzellen und wandeln die Energie in Strom um, der für den Betrieb des Motors und zum Laden der Batterie benötigt wird.
 
Die RADOX-Kabel von HUBER+SUHNER waren ein Schlüsselfaktor zum Erfolg. Können Sie einem Laien erklären, warum ein Kabel in einem Solarfahrzeug so wichtig ist? Warum macht es einen derartigen Unterschied?

Es gibt drei Gründe: Gewicht, Effizienz und Zuverlässigkeit. Jedes Kilo in einem Fahrzeug macht ein zusätzliches Watt Strom nötig. Wenn man eine Solarzelle mit einem Leistungsmaximum von 1200 Watt hat und ein Fahrzeug, das für eine Geschwindigkeit von 100 km/h 1380 Watt benötigt, macht jedes Kilo und somit jedes Watt Energie, das man einsparen kann, einen Riesenunterschied. Mit der Effizienz verhält es sich ganz ähnlich. Jede Strombewegung im Kabel führt zu einem Energieverlust. Je dicker das Kabel, umso geringer der Verlust, aber umso höher das Gewicht. Es geht darum, den optimalen Kompromiss zu finden. Darüber hinaus ist Zuverlässigkeit wichtig. Die Kabel müssen widrigsten Bedingungen im Innern des Fahrzeugs, Temperaturen von über 60°C und extrem starken Vibrationen standhalten.
 
Wie beeinflusst der technische Fortschritt, der im Rahmen einer „Mission“ wie Aurora erzielt wird, unseren Alltag? Hat Ihre Arbeit auch Auswirkungen auf Produkte fernab von den Solarfahrzeug-Rennen?

Bei den Solarfahrzeug-Rennen geht es darum, Technologiegrenzen zu erweitern. Deshalb werden sie als Formel 1 der Elektrofahrzeug-Rennen bezeichnet. Die Technologie aus Solarfahrzeug-Rennen wird heute auch in Strassenfahrzeugen verwendet, zum Beispiel in Form von Reifen, wie den Energiesparreifen von Michelin, Solarsystemen für Dächer und Maximum Power Point Trackern zur Optimierung der Effizienz von Solarzellen. Hocheffiziente Motorentechnologie hat ebenfalls ihren Weg von den Solarfahrzeugen hin zu anderen Verwendungszwecken gefunden, zum Beispiel in Radmotoren.