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Space Tech Expo Europe
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Europas Versammlungsort für Geschäfte, Technik und Innovation im Bereich Raumfahrt. Besuchen Sie uns in der Halle 5 Stand M30 
17.11.2020 - 19.11.2020
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Umweltleistung

Die unten dargestellten Umweltkennzahlen wurden für alle HUBER+SUHNER-Standorte mit bedeutenden Produktionsaktivitäten bestimmt und decken deshalb die Länder Schweiz, Brasilien, China, Grossbritannien, Indien, Malaysia, Polen und Tunesien ab. Als Land mit beträchtlichem Nettoumsatz wurde auch Deutschland (Standort Taufkirchen) einbezogen. 2019 wurden zum ersten Mal Daten aus den Produktionsstandorten Empalme (Mexico), Mainz (Deutschland) und Warren, NJ (USA) in die Berechnung der Umweltkennzahlen aufgenommen.

Jeder Standort wird als eigenständige Einheit betrachtet, in der Energie und Stoffe eingesetzt werden (Input) und die Emissionen, Abfälle und Abwasser abgibt (Output). Es werden nur solche Energie- und Stoffflüsse berücksichtigt, die in grösseren Mengen auftreten, die im Verdacht stehen, die Umwelt merklich zu beeinflussen oder die im Massnahmenplan aufgeführt sind. Landverbrauch und Infrastruktur (Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge usw.) sind ebenso nicht erfasst wie die Auswirkungen unserer Produkte auf die Umwelt durch Gebrauch und Entsorgung beim Kunden.

Umweltkennzahlen 2019

Environmental performance indicators
Diese Erweiterung der Systemgrenzen (Einbezug zusätzlicher Produktionsstandorte) spiegelt sich in den Umweltkennzahlen. Trotz gesunkener Produktionsleistung gegenüber dem Vorjahr liegt der Gesamtenergieverbrauch leicht über dem Wert des Vorjahres. Dagegen ist die Abfallmenge um drei Prozent gesunken. Die Wiederverwertungsquote stieg um einen Prozentpunkt auf 80 %. Angestiegen ist auch der Wasserverbrauch um 3 % weltweit. Ursache ist ein deutlicher Anstieg des Seewassergebrauchs am Schweizer Standort Pfäffikon. Der Umwelt schadet dieser Wassergebrauch nicht: Das Wasser wird zur Raumkühlung im Sommer und zur Kühlung der Kabel bei der Extrusion eingesetzt, wobei es sich erwärmt. Anschliessend wird das Wasser in Wärmetauschern der Gemeindewerke abgekühlt und zurück in den See geleitet. Mit der gewonnenen Wärmeenergie versorgen die Gemeindewerke das benachbarte Wohnquartier und die Gebäude von HUBER+SUHNER mit Heizwärme.

Reduktion der Treibhausgasemissionen

In Bezug auf der Verringerung der Treibhausgasemissionen hat HUBER+SUHNER 2019 zwei wichtige Entscheide gefällt: Erstens wurde im Jahr selbst und wird in den folgenden sechs Jahren ein steigender Anteil der weltweit verbrauchten elektrischen Energie mit Hilfe von Herkunftszertifikaten aus erneuerbarer Produktion (Wasser-, Wind- und Solarkraftwerke) eingekauft. 2019 waren es rund 10 % des weltweiten Stromverbrauchs. Bis 2025 soll der Anteil auf rund 70 % steigen. Dabei konzentriert sich das Unternehmen auf das Land mit dem höchsten Stromverbrauch (Schweiz) und die Länder mit dem höchsten Anteil von Kohle bei der Stromerzeugung (Polen, Indien und China). Bei den Herkunftszertifikaten achtet HUBER+SUHNER darauf, dass sie von Kraftwerken aus dem Land stammen, in dem der Strom verbraucht wird.

Der zweite wichtige Entscheid bezieht sich auf die freiwillige Verpflichtung auf eine Reduktion der Treibhausgas-Emissionen gegenüber der Organisation Science  Based Targets Initiative. Die ursprünglichen Ziele sahen eine Reduktion der Emissionen bezogen auf die erwirtschaftete Wertschöpfung im Scope 1+2* sowie im Scope 3** um 30 %  bis 2025 verglichen mit 2015 vor. HUBER+SUHNER hat das Ziel im Scope 1+2 auf eine 50-prozentige Reduktion im selben Zeitraum verschärft. Dieses neue Ziel unterstützt nun eine Begrenzung der Erderwärmung um 1.5 Grad verglichen mit vorindustriellen Zeiten.
GHG emissions graph
Die Treibhausgas-Emissionen im Scope 1+2 sind 2019 gegenüber dem Vorjahr um 20 % gesunken. Hier machen sich vor allem der geringere Heizenergiebedarf durch die Verwendung von Prozesswärme und die strikte Überwachung des Isoliergases SF6*** am Standort Pfäffikon bemerkbar sowie der Einkauf von elektrischer Energie aus erneuerbaren Quellen. Im Scope 3** sind die Treibhausgas-Emissionen um knapp zehn Prozent gesunken. Im Wesentlichen ist dieser Rückgang auf eine tiefere Transportleistung zurückzuführen. Damit war HUBER+SUHNER im Scope 1+2 bei der Reduktion der Treibhausgas-Emissionen deutlich besser als vom verschärften Zielpfad vorgegeben. Im Scope 3 näherte sich der aktuelle Wert nach einer deutlichen Überschreitung im Jahr 2018 zumindest wieder dem Zielpfad an.

* Scope-1-Emissionen stammen aus Emissionsquellen innerhalb des Unternehmens, etwa aus eigenen Heizanlagen oder Fahrzeugen.
Scope-2-Emissionen entstehen bei der Erzeugung von Energie, die von ausserhalb bezogen wird. Dies sind vor allem Strom und Wärme aus Energiedienstleistungen.

** Scope-3-Emissionen (gesamte CO2-Emissionen minus Scope 1+2-Emissionen) sind Emissionen, die durch die Unternehmenstätigkeit verursacht werden, aber nicht unter der Kontrolle des Unternehmens stehen, zum Beispiel bei Zulieferern oder Dienstleistern.

*** Schwefelhexafluorid (SF6) gilt als stärkstes bekanntes Treibhausgas (ein Kilogramm SF6 entspricht 23.5 Tonnen CO2).