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Umweltleistung

Die unten dargestellten Umweltkennzahlen wurden für alle HUBER+SUHNER-Standorte mit bedeutenden Produktionsaktivitäten bestimmt und decken deshalb die Länder Schweiz, China, Deutschland (Standorte Mainz und Taufkirchen), Grossbritannien, Indien, Malaysia, Mexico, Polen, Tunesien und die USA (Standort Warren, NJ) ab. Brasilien wurde wegen Schliessung des dortigen Standorts nicht mehr in die Berechnung der Umweltkennzahlen einbezogen. Neu erfasst wurde 2020 die Umweltbelastung durch den Pendelverkehr der Mitarbeitenden zu ihren Arbeitsplätzen.

Jeder Standort wird als eigenständige Einheit betrachtet, in der Energie und Stoffe eingesetzt werden (Input) und die Emissionen, Abfälle und Abwasser abgibt (Output). Es werden nur solche Energie- und Stoffflüsse berücksichtigt, die in grösseren Mengen auftreten, die im Verdacht stehen, die Umwelt merklich zu beeinflussen oder die im Massnahmenplan aufgeführt sind. Landverbrauch und Infrastruktur (Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge usw.) sind ebenso nicht erfasst wie die Auswirkungen unserer Produkte auf die Umwelt durch Gebrauch und Entsorgung beim Kunden.

Umweltkennzahlen 2020

        Intensität (pro Mio. CHF Mehrwert)
  2020 2019 2018 2020 2019 2018
CO2-Äquivalente Scope 1+2* 11400 14300 17800 32 37 46
CO2-Äquivalente Scope 3** 57300 56900 62900 163 148 163
CO2-Äquivalente insgesamt (t) 68700 71200 80700 195 185 209
Energieverbrauch (MWh) 48200 53400 53100 137 138 138
Wasserverbrauch (1000 m3) 922 1127 1098 3 3 3
Gesamtabfallmenge (t) 3941 4604 4729 11 12 12
Die Corona-Pandemie hat 2020 zu einem tieferen Auftragseingang und Umsatz geführt. Dem entsprechend sind auch der Energie- und der Wasserverbrauch sowie die Abfallmenge im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Einzig die Treibhausgasemissionen im Scope 3** haben zugenommen. Dieser Anstieg ist vor allem auf die Berücksichtigung des Pendelverkehrs der Mitarbeitenden zurückzuführen, der 2020 zum ersten Mal an fast allen Standorten erfasst wurde. Er allein hat rund zehn Prozent der Treibhausgasemissionen im Scope 3 verursacht.

Reduktion der Treibhausgasemissionen

Zur Verringerung der Treibhausgasemissionen im Scope 1+2 hat HUBER+SUHNER 2020 den Anteil der weltweit verbrauchten elektrischen Energie aus erneuerbarer Produktion (Wasser-, Wind- und Solarkraftwerke) planmässig von etwa 10 % im Jahr 2019 auf rund 24 % erhöht. Bis 2025 soll der Anteil auf rund 70 % steigen. Dabei konzentriert sich das Unternehmen auf das Land mit dem höchsten Stromverbrauch (Schweiz) und die Länder mit dem höchsten Anteil von Kohle bei der Stromerzeugung (Polen, Indien und China). Bei den Herkunftszertifikaten achtet HUBER+SUHNER darauf, dass sie von Kraftwerken aus dem Land stammen, in dem der Strom verbraucht wird. Einen weiteren Beitrag zur Reduktion der Treibhausgas-Emissionen leisteten Projekte auf betrieblicher Ebene, wie die engmaschige Überwachung der Elektronenstrahl-Vernetzungsanlagen, die das Treibhausgas SF6*** enthalten.

2016 hat sich HUBER+SUHNER verpflichtet bis 2025 ein wissenschaftsbasiertes CO2-Reduktionsziel im Scope 1+2 zu erreichen. Validiert wurde dieses Ziel von Experten der Science Based Targets Initiative (SBTi). Es war zunächst dazu geeignet, die Begrenzung der Erderwärmung auf 2 °C zu unterstützen. 2019 wurde das CO2-Reduktionsziel an die strengeren Kriterien für eine Begrenzung der Erderwärmung auf 1.5 °C angepasst. Es lautet: «Die HUBER+SUHNER Gruppe verpflichtet sich, die Scope 1- und 2-Treibhausgas-Emissionen bis 2025 um 50% bezogen auf die Wertschöpfung zu reduzieren, ausgehend vom Basisjahr 2015.» Im Scope 3 hat HUBER+SUHNER ein freiwilliges, nicht validiertes Reduktionsziel definiert: «Die HUBER+SUHNER Gruppe verpflichtet sich zudem, die Scope-3-THG-Emissionen bezogen auf die Wertschöpfung bis 2025 um 30% zu reduzieren, ausgehend vom Basisjahr 2015.»
GHG emissions graph
Wie aus der Grafik abzulesen ist, befindet sich das Unternehmen im Scope 1+2 dank des erhöhten Anteils erneuerbaren Stroms voll auf Kurs. Im Scope 3 sind erhebliche Anstrengungen erforderlich, um das angepeilte Ziel zu erreichen. Die grosse Abweichung vom Zielpfad im Jahr 2020 ist vor allem mit der bereits diskutierten Berücksichtigung des Pendelverkehrs zu erklären.

* Scope-1-Emissionen stammen aus Emissionsquellen innerhalb des Unternehmens, etwa aus eigenen Heizanlagen oder Fahrzeugen.
Scope-2-Emissionen entstehen bei der Erzeugung von Energie, die von ausserhalb bezogen wird. Dies sind vor allem Strom und Wärme aus Energiedienstleistungen.

** Scope-3-Emissionen (gesamte CO2-Emissionen minus Scope 1+2-Emissionen) sind Emissionen, die durch die Unternehmenstätigkeit verursacht werden, aber nicht unter der Kontrolle des Unternehmens stehen, zum Beispiel bei Zulieferern oder Dienstleistern.

*** Schwefelhexafluorid (SF6) gilt als stärkstes bekanntes Treibhausgas (ein Kilogramm SF6 entspricht 23.5 Tonnen CO2).