Da die nachfrage nach schnellen und zuverlässigen glasfasernetzwerken wächst, werden die effizienz und qualität von faserspleissverfahren immer wichtiger. Jüngste labortests bei HUBER+SUHNER haben neue Erkenntnisse über die leistungsfähigkeit des massenspleissens mit flexiblen flachfasern geliefert – einer technologie, die sowohl geschwindigkeit als auch konsistenz für grossflächige glasfaserinstallationen verspricht.
Was ist Massenfusionsspleissen und warum ist es wichtig?
Das fusionsspleissen ist der goldstandard für das verbinden von glasfasern, da es durch das schmelzen und verschmelzen der faserenden eine dauerhafte verbindung mit geringen verlusten schafft. Bei bandfasern, bei denen mehrere fasern (in der regel 12) nebeneinander angeordnet sind, ermöglicht das massenspleissen das gleichzeitige spleissen aller fasern in einem band. Dies reduziert die Installationszeit im vergleich zum individuellen spleissen jeder einzelnen faser erheblich.
Flexible bandfasern können im gegensatz zu herkömmlichen flachbändern in alle richtungen gebogen werden, wodurch sie einfacher zu handhaben und zu installieren sind. Die ausrichtungsmethode für bänder – die passive V-Nut-Ausrichtung – wirft jedoch fragen hinsichtlich potenzieller spleissverluste auf.
Das Experiment: Messung des Spleissverlusts
Das Team von HUBER+SUHNER machte sich daran, die einfügungsdämpfung (IL) von 50 massen-fusionsspleissen (insgesamt 600 fasern) bei wellenlängen von 1310 nm und 1550 nm zu messen. Jeder spleiss wurde sowohl vor als auch nach dem anbringen eines wärmeschrumpfenden slim-spleissschutzes getestet. Ziel war es, festzustellen, ob der Schutz die einfügungsdämpfung erhöht, und die gesamtleistung des spleissprozesses zu bewerten.
Wichtigste Ergebnisse
Aussergewöhnlich geringer Verlust: Der durchschnittliche spleissverlust lag unter allen bedingungen unter 0,02 dB, wobei 97 % der fasern einen Verlust von 0,04 dB oder weniger aufwiesen.
Minimale Ausreisser: Nur drei fasern bei 1310 nm und eine bei 1550 nm überschritten einen verlust von 0,2 dB, wobei der höchste gemessene wert bei 0,28 dB lag.
Keine Auswirkungen durch Spleissschutzvorrichtungen: Durch das hinzufügen der schlanken spleissschutzvorrichtung kam es zu keiner erhöhung der einfügungsdämpfung, was bestätigt, dass der Schutz ohne leistungseinbussen angewendet werden kann.
Übertrifft die Industriestandards: Die gemessenen verluste waren fünfmal geringer als der ITU-T L.400/L.12-Standard, der einen durchschnittlichen verlust von ≤0,1 dB und ≤0,2 dB bei 97 % der spleisse zulässt.
Praktische Auswirkungen
Diese ergebnisse zeigen, dass das massen-fusionsspleissen mit flexiblen bändern nicht nur schnell und reproduzierbar ist, sondern auch extrem geringe Verluste erzielt, selbst bei passiver V-Nut-Ausrichtung. Für netzwerkdesigner und -installateure bedeutet dies effizientere bereitstellungen und mehr vertrauen in die netzwerkleistung.
Selbst in Fällen, in denen eine einzelne spleissstelle höhere verluste aufweist, sind die auswirkungen auf das netzwerk insgesamt vernachlässigbar, insbesondere wenn Standard-Verlustbudgets verwendet werden. Die ergebnisse unterstreichen auch die bedeutung einer sorgfältigen vorbereitung und ausrichtung der bänder, um seltene ausreisser zu vermeiden.
Abschliessende Gedanken
Obwohl diese ergebnisse auf kontrollierten laborbedingungen basieren, unterstreichen sie das potenzial flexibler bandfasern und massenfusionsspleissen für glasfasernetzwerke der nächsten generation. Wie immer können reale bedingungen zusätzliche variablen mit sich bringen, aber die daten bieten eine solide grundlage für das vertrauen in diese technologie.
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