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Viel mehr als nur müheloses Kabelverlegen: Wie MINIBEND® von HUBER+SUHNER die Entwicklung von HF-Kabel-Assemblies neu definiert


Verfasst von 

Kunal Rana

Product Manager CAB&CAY

HF-Systeme entwickeln sich kontinuierlich in Richtung höherer Frequenzen, kompakterer Bauformen und anspruchsvollerer Betriebsumgebungen weiter. Aus diesem Grund stehen Ingenieure vor der permanenten Herausforderung, hochleistungsfähige Koaxialkabel-Assemblies in immer engeren Bauräumen zu verlegen, ohne dabei Abstriche in puncto elektrische Leistung, der Zuverlässigkeit oder Kosteneffizienz zu machen. Bereits im Vorfeld haben wir beleuchtet, wie unsere MINIBEND®-Kabel-Assemblies Ingenieure dabei unterstützt haben, derartige Herausforderungen bei der Kabelführung zu meistern. Lassen Sie uns nun einmal näher betrachten, wie die „Bend-to-the-End“-Technologie tatsächlich die Systemleistung verbessert, Lebenszykluskosten senkt und Anwendungen mit hohen Zuverlässigkeitsanforderungen unterstützt.

Entwickelt, um den Anforderungen der Praxis gerecht zu werden


Entwickelt für Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt, Verteidigung sowie der Mess- und Prüftechnik spiegelt MINIBEND® von HUBER+SUHNER unsere langjährige Erfahrung mit hochzuverlässigen HF-Verbindungslösungen wider – inklusive ihrer nachgewiesenen Weltraumtauglichkeit – und unterstützt die anspruchsvollsten Missionen, die heute im Einsatz sind.


Herkömmliche HF-Kabel-Assemblies erfordern oft Kompromisse bei der Entwicklung. Während abgewinkelte oder gebogene Steckverbinder häufig eingesetzt werden, um eine Leitungsführung auf engem Raum zu realisieren, erhöhen sie Bauvolumen und Gewicht, beeinträchtigen die HF-Leistung und treiben die Systemkosten in die Höhe. Halbstarre Kabel ermöglichen zweifellos eine präzise und stabile Verlegung, wenn eine feste Form erforderlich ist. Allerdings sollten Ingenieure immer auch die Flexibilität bei der Installation sowie die Notwendigkeit besonderer Sorgfalt bei Nacharbeiten im Hinterkopf behalten.


MINIBEND® wurde eigens entwickelt, um genau diese Kompromisse zu vermeiden. Das Sortiment deckt Koaxialkabelgrössen von 0,063 Zoll (1,6 mm) bis 0,250 Zoll (6,35 mm) ab und bietet Entwicklern eine Vielzahl mechanischer und elektrischer Möglichkeiten, wobei stets eine konsistente Design-Philosophie verfolgt wird: maximale Freiheit bei der Kabelführung ganz ohne Einbussen bei der Leistungsfähigkeit.


Den Kern dieses Ansatzes bildet die Entwicklung der „Bend-to-the-End“-Steckverbinder. Ganz im Gegensatz zu herkömmlichen Assemblies lassen sich MINIBEND®-Kabel direkt an der Kabelverbindung biegen, wodurch die starre Übergangszone entfällt, die üblicherweise für Lötstellen und Zugentlastungen erforderlich ist. Je nach Kabelgrösse ermöglicht dies minimale Biegeradien von lediglich 0,06 Zoll (1,52 mm) – und damit einige der kleinsten in der Branche.

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Entwicklungsfreiheit bis zum Schluss

Grössen- und Gewichtsvorteile für hochdichte Systeme


Grösse und Gewicht sind nach wie vor die wichtigsten Designfaktoren bei modernen HF-Systemen, vor allem bei Luft- und Raumfahrt- sowie Verteidigungsplattformen, wo „SwaP C“-Erwägungen von entscheidender Bedeutung sind. In den meisten Fällen ermöglicht die „Bend-to-the-End“-Fähigkeit den Entwicklern, auf sperrige rechtwinklige oder gebogene Steckverbinder vollständig zu verzichten und diese durch kompakte, gerade Steckverbinder zu ersetzen – selbst bei extrem beengten Platzverhältnissen.


MINIBEND®-Assemblies sind leichter als vergleichbare halbstarre Lösungen und zeichnen sich durch ihre flache Bauweise ohne konische Hülsen sowie durch einige der kürzesten Steckverbinder aus, die auf dem Markt erhältlich sind. Diese Kombination ermöglicht eine kompakte Verlegung von HF-Kabeln in Anwendungen wie der Bordelektronik von Flugzeugen, Satellitennutzlasten, Radarmodulen, Systemen der elektronischen Kampfführung und Testvorrichtungen mit hoher Kanalanzahl, bei denen jedes Gramm und jeder Millimeter zählen.

Leistung ohne Kompromisse


Mechanische Flexibilität und Flexibilität bei der Leiterbahnführung gehören zu den entscheidenden Stärken von MINIBEND®-Assemblies, doch Flexibilität ist nur dann von Bedeutung, wenn die elektrische Leistungsfähigkeit erhalten bleibt. MINIBEND®-Assemblies sind so konzipiert, dass sie eine extreme Biegefähigkeit bieten, ohne die HF-Integrität zu beeinträchtigen.


Durch den Einsatz von geraden Steckverbindern anstelle von rechtwinkligen Ausführungen ermöglicht MINIBEND® höhere Betriebsfrequenzen bei verbesserter Einfügedämpfung (insertion loss, IL) und verbessertem Spannungs-Stehwellenverhältnis (voltage standing wave ratio, VSWR). Je nach Kombination aus Kabel und Steckverbinder unterstützen MINIBEND®-Baugruppen Frequenzen von bis zu 110 GHz und eignen sich somit für moderne Radar-, Satelliten- sowie Hochfrequenz-Test- und -Messsysteme.


Zuverlässigkeit ist ebenso entscheidend. MINIBEND®-Assemblies verwenden ein lötfreies Kabelanschlusskonzept, bei dem Lötstellen und Zugentlastungskonstruktionen entfallen, was dazu beiträgt, das Ausfallrisiko bei Vibrationen, Stoss- oder Temperaturwechsel-Beanspruchungen zu verringern. Dies erhöht nicht nur die mechanische Robustheit, sondern gewährleistet auch eine gleichbleibende elektrische Leistung über die gesamte Lebensdauer der Assembly.


Dank seiner Konstruktion aus Edelstahlgeflecht und der Fähigkeit, bis zu 30 Biegungen ohne Leistungseinbussen zu überstehen, vermittelt es Ingenieuren mehr Sicherheit bei der Installation, der Neuverlegung und der Wartung.


Für phasenkritische Anwendungen sind ausgewählte MINIBEND®-Varianten als verlustarme und hochphasenstabile Baugruppen erhältlich, die eine hervorragende Stabilität gegenüber Temperatur- und Biegeeinwirkungen bieten. Diese Eigenschaften sind besonders wertvoll in Bereichen wie Radar, Phased-Array-Systemen, elektronischer Kampfführung und Präzisionsmesstechnik, in denen eine reproduzierbare Leistungsfähigkeit unerlässlich ist.

Kostenvorteile über den gesamten Lebenszyklus hinweg


Über Grösse, Gewicht und Leistung hinaus bietet die „Bend-to-the-End“-Technologie auch messbare Kostenvorteile. Durch den Verzicht auf rechtwinklige Steckverbinder und den Einsatz eines lötfreien Anschlussprozesses reduziert MINIBEND® die Komplexität und macht gleichzeitig arbeitsintensive Schritte wie Löten und Röntgenprüfungen überflüssig.


Da MINIBEND® zudem keine vordefinierten Biegegeometrien erfordert, gewinnen Ingenieure auch in späten Phasen der Entwicklungs- oder Integrationsphase an Flexibilität, was Nacharbeiten, Ausschuss und Terminrisiken reduziert. Das Ergebnis sind niedrigere Gesamtbetriebskosten über den gesamten Entwicklungs-, Produktions- und Betriebszyklus hinweg.

Bewährte Erfolgsgeschichte für unternehmenskritische Anwendungen


HUBER+SUHNER geniesst seit langem einen hervorragenden Ruf für die Bereitstellung von Verbindungslösungen, die den strengen Normen für Militär- und Raumfahrtanwendungen entsprechen. Das MINIBEND®-Sortiment profitiert direkt von diesem Know-how und bietet eine nachgewiesene Historie an Qualifizierungen und Einsätzen in der Luft- und Raumfahrt im Rahmen zahlreicher Programme.


Zu den typischen Anwendungsbereichen zählen Satelliten, Trägerraketen, Luft- und Seeverteidigungsplattformen sowie moderne HF-Testsysteme - also Umgebungen, in denen die Leistungsgrenzen eng sind und Zuverlässigkeit nicht verhandelbar ist.

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Grössen- und Gewichtsvorteile für hochdichte Systeme
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MINIBEND®-Kabel-Assemblies

Entwicklungsfreiheit bis zum Schluss


Der Vorteil von MINIBEND® ist klar: unübertroffene Flexibilität sowohl bei der Konfiguration der Kabel-Assemblies als auch bei deren Einsatz. Dank handlicher Koaxialkabelgrössen, hoher Lebensdauer auch bei wiederholtem Biegen und einer Frequenzunterstützung bis zu 110 GHz lösen MINIBEND®-Assemblies bisherige Einschränkungen bei der Entwicklung von HF-Systemen.


Dank der „Bend-to-the-End“-Technologie, der lötfreien Steckverbinder-Konstruktion und der bewährten Erfahrung in der Luft- und Raumfahrt ermöglichen die MINIBEND®-Assemblies von HUBER+SUHNER Ingenieuren eine zuverlässige Konstruktion – bis zum Endstück des Steckverbinders.


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