Scrap reduction a strategic priority for HUBER+SUHNER
Verfasst von
Corporate Communications
Im Rahmen von HUBER+SUHNER’s kontinuierlichen Bestrebungen, die ambitionierten Nachhaltigkeitsziele mit den Geschäftsaktivitäten zu verbinden, konzentrieren sich die Standorte des Unternehmens in der Schweiz, Indien und Polen auf die Reduzierung von Ausschuss. Ein gewisses Mass an Produktionsausschuss ist zwar unvermeidbarer Bestandteil von Fertigungsprozessen, dennoch arbeiten wir kontinuierlich daran, Materialverluste durch Prozessoptimierungen, technologische Verbesserungen und ein effizientes Ressourcenmanagement zu reduzieren. Dadurch schonen wir wertvolle Ressourcen und unterstützen unsere übergeordneten Nachhaltigkeitsziele.
In Pfäffikon, dem wichtigsten HUBER+SUHNER Kompetenzzentrum für Niederfrequenztechnologie und Kabelherstellung, wurden zwischen Januar und November 2025 Prozessverbesserungen umgesetzt, die zu einer deutlichen Reduzierung von Anfahrausschuss, Produktionskosten und Treibhausgasemissionen führten. Das Projekt wurde als Reaktion auf nicht erfassten Anfahrausschuss sowie Oxidationsverluste infolge des Flutungsprozesses im Kühlkanal einer Grossanlage initiiert, in der Compound als Isolierung für Kupferkabel für die Automobilindustrie extrudiert wird, erklärte Martin Bächli, Head of Global Lean Program/Operational Excellence.
Bächli erläuterte, dass bei der Herstellung der präzisionsgefertigten Kupferkabel von HUBER+SUHNER ein firmeneigener Compound als Isoliermaterial in einen Extruder eingebracht wird. Dort wird es vorgewärmt und auf den Kupferdraht gepresst, sodass Lufteinschlüsse vermieden werden und die Isolierung fest mit dem Kupferleiter verbunden ist. Anschliessend wird das isolierte Kupferkabel mit zirkulierendem Wasser in einem geschlossenen Kreislaufsystem gekühlt. Dadurch erstarrt das geschmolzene Polymer rasch, was die Masshaltigkeit und die thermische Stabilität im Inneren sicherstellt.
Im Projekt in Pfäffikon wurde eine grosse Extrusionsanlage ausgewählt, um den potenziellen Nutzen eines verbesserten Anfahrverfahrens, einer präzise gesteuerten sequenziellen Flutung der isolierten Kupferkabel während der Wasserkühlung sowie einer Kabelführung über weniger Umlenkrollen zur Verlängerung der Verweildauer im Wasser zu messen. Das Ergebnis war ein durchschlagender Erfolg: Die Oxidation – eine bekannte Gefahr für hochwertige Kupferkabel – wurde beseitigt, und der Ausschuss pro Kupferkabelspule reduzierte sich um über 50% was einerseits zu erheblichen finanziellen Einsparungen führte und andererseits den ökologischen Fussabdruck um rund 190 Tonnen CO2-Äquivalent verringerte.
Weitere wichtige Erfolgsfaktoren waren laut Bächli die Einführung einer präzisen Ausschusserfassung und die Schulung der Mitarbeitenden.
„Unser Projektteam unter der Leitung von Pedro Azevedo Brito lebt den Lean-Six-Sigma-Gedanken und arbeitet kontinuierlich daran, unsere Prozesse zu verbessern und unsere Nachhaltigkeitsziele zu erreichen“, erklärt er. Der Projekterfolg lasse sich auch auf andere Produktionsanlagen übertragen.
An unserem Standort in Indien konnten durch die kontinuierliche Optimierung der Prozesse weitere Verbesserungen bei der Materialeffizienz erzielt werden. HUBER+SUHNER Polen setzt derweil weitere Initiativen um, um die Ressourceneffizienz zu steigern und Materialverluste zu reduzieren.
Am Standort Gurgaon in Indien produziert HUBER+SUHNER Hochfrequenz- (HF) und Fiberoptik-Komponenten und -Lösungen. Rajiv Sharma, Quality Manager bei HUBER+SUHNER Indien, erklärt, dass das Team die Methode Lean Six Sigma zur Prozessverbesserung eingesetzt hat, um den Ausschuss beim Kabelschneiden rasch einzudämmen – und weshalb dies im grösseren Zusammenhang der Nachhaltigkeit so wichtig ist.
„Ausschuss ist jedes Material, das nicht für seinen vorgesehenen Zweck verwendet werden kann“, hält er fest. Ausschuss bedeute nicht nur Kosten für verschwendetes Material, sondern verursache zusätzliche Aufwendungen für Entsorgung, Transport, Treibstoff, Lagerfläche und überschüssige Bestände. Hinzu kommen Nachhaltigkeitsaspekte wie Emissionen und der Verbrauch natürlicher Ressourcen. „An unserem Standort fallen beim Kabelschneiden Reststücke an. Bei unseren Gemba-Rundgängen in der Produktion stellten wir fest, dass bei jedem Fertigungsauftrag Ausschuss entstand. Das veranlasste uns, unsere Ausschussquote zu hinterfragen und zu prüfen, wie wir diese senken können.“
Neben den Gemba-Rundgängen erfasste das Team Daten aus dem Kabelschneideprozess und nutzte eine Pareto-Analyse, um die wichtigsten Verursacher von Kabelabfällen zu priorisieren. Dabei zeigte sich, dass die vom Kunden benötigten Kabellängen besser auf die unterschiedlichen Lieferlängen der Kabelspulen abgestimmt werden müssen, um Reststücke beim Schneiden zu vermeiden.
Was als prioritäres Projekt zur Ausschussreduzierung begann, hat sich zu einem gemeinsamen Verbesserungsprojekt in der Lieferkette entwickelt. HUBER+SUHNER und der Kabelzulieferer tauschen bewährte Verfahren aus und arbeiten gemeinsam an einem Modell zur Ausschussreduzierung.
Bis heute konnte der Kabelabfall im indischen Projekt reduziert werden unter den Zielwert von 0.5%. Gleichzeitig wurden costs reduced and the environmental impact lowered. Further benefits include a stronger supplier relationship and the potential to roll out the project to other HUBER+SUHNER sites. Overall, these results demonstrate how small changes in supply chain standardisation can deliver significant improvements in efficiency and sustainability.
Am Standort Tczew in Polen, wo HF-Komponenten, Kabelsysteme für die Automobilindustrie und Systeme für fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme (ADAS) hergestellt werden, waren Kostenwettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit entlang der gesamten Lieferkette die wichtigsten Treiber für den Prozess zur Ausschussreduzierung. Lukasz Lukiewicz, ehemaliger Managing Director von HUBER+SUHNER Polen und heutiger VP Operations bei Polatis in Polen, bezeichnete das Projekt zur Ausschussreduzierung als Chance.
„Unsere Liefer- und Qualitätsleistung waren bereits auf einem guten Niveau. Deshalb untersuchten wir die Kostenwettbewerbsfähigkeit und identifizierten beim Ausschuss ein erhebliches Verbesserungspotenzial“, sagt er. Sein Team konzentrierte sich dabei nicht nur auf wertvolle HF-Komponenten wie Kabel, Steckverbinder und Antennenkomponenten aus Kupfer, Aluminium, Kunststoffen und beschichteten Materialien, sondern auch auf die finanziellen Kosten für deren Herstellung, Verarbeitung und Ersatz.
Das Team in Polen analysiert den eigenen Ausschuss zwar bereits seit Jahren, doch die einzelnen Bereiche verwendeten unterschiedliche Ansätze. Im Rahmen des Budgetierungsprozesses 2026 einigte sich das Team darauf, einen standardisierten und zentral abgestimmten Ansatz zur Ausschussreduzierung einzuführen. Jaroslaw Piotrowski, Local Lean Six Sigma Champion, erklärt, dass sich das Team in Polen im Finanz- und Betriebsbereich auf eine gemeinsame Sprache mit Ausschusscodes, hochwertigen Ausschussdaten und klar definierten Verantwortlichkeiten eingespielt hat, um Ursachenanalysen und Entscheidungsprozesse zu verbessern.
Die bisherige Arbeit des Teams hat zu einem ambitionierten, aber erreichbaren Ziel für 2026 geführt. Mit der Einführung einheitlicher Fehlercodes für die beiden polnischen Standorte und ihre unterschiedlichen Technologien hat das Team eine gemeinsame Sprache für Engineering, Produktion, Qualität, Beschaffung und weitere Funktionen geschaffen. Weitere Projektbestandteile sind eine konsequente Datenprüfung, transparente Verantwortlichkeiten und Berichterstattung sowie ein Dashboard, das Ausschussdaten in mehreren Kategorien und die damit verbundenen CO2-Auswirkungen darstellt. So erhalten die Mitarbeitenden einen Überblick über die umfassenderen ökologischen Folgen von Ausschuss.
Verlässliche, gemeinsam genutzte Daten ermöglichen es HUBER+SUHNER und den Lieferanten, Fehler gemeinsam zu untersuchen und Korrekturmassnahmen einzuleiten, erklärt Piotrowski.
„Es ist eine Win-win-Situation, wenn wir und unsere Lieferanten Kosten und Energie einsparen und zugleich die Umweltbelastung reduzieren können“, ergänzt er.
Letztlich werden die Massnahmen von HUBER+SUHNER Polen nicht nur Ausschuss vermeiden, sondern auch vor Ort eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung fördern. Von den täglichen Handlungen der Mitarbeitenden und präventiven Praktiken über optimierte Kabelschneideprozesse bis hin zur Anerkennung von Mitarbeitenden, die Ideen zur Ausschussreduzierung einbringen: Die strategische Priorität zeigt bereits Wirkung. Im August war ein positiver Trend erkennbar – ein Tempo, das der Standort beibehalten muss, um das Projekt zum Erfolg zu führen.
„Unser Ziel, den Ausschuss zu reduzieren, ist ambitioniert. Aber es ist gut, ein ambitioniertes Ziel zu haben», sagt Lukiewicz. «Dank der Arbeit, die wir in diesem Jahr geleistet haben, verfügen wir über ein engagiertes Team, das bereit ist, dieses Ziel zu erreichen.“
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